Montag, 2. April 2007

Rafting Wochenende Tag 3

Heute sollte natürlich das Highlight stattfinden. Eine Raftingtour auf dem Chattooga River.

Zum Frühstück gab es nur leichte Kost, weil wir halt schon früh los mussten. Um 8.30 Uhr ging es dann mit 3 Autos los zum Outpost des NOC. Das ist der Veranstalter des Raftings. Am Vorabend ist noch Aaron unser Mitbewohner aus Greer zur Gruppe dazu gestoßen. Somit sind wir dann mit 15 Leute (ohne Steves Frau und Baby) zum Rafting aufebrochen.

Angekommen am Outpost mussten wir erstmal ein Formular ausfüllen. Die wollten Wohnort und Namen haben. Wahrscheinlich habe ich mit der Unterschrift auf rechtliche Ansprüche gegen NOC verzichtet falls ich ertrinke.

Danach durften wir uns Swimsuits anziehen. Die ganz Harten haben darauf verzichtet. Im Anschluss gab es noch einen schönen blauen Nässeschutz.
Anschließend wurden alle zusammen getrommelt und wir wurden von Zack, dem Leader der Guids, unterwiesen. Wir wurden mit den Gefahren vertraut gemacht: Wie wird die Schwimmweste benutzt und wie verhalte ich mich wenn ich über Board gehen.
Dann gab es noch ein schönes Video. Somit konnte es auch schon fast losgehen.
Schwimmweste an, Helm auf und ab in den Bus der uns zum Einstiegspunkt bringen sollte.

Am Einstiegspunkt hat Steve uns schnell in Gruppen eingeteilt. Wir sollten mit Edgar, Ilia und Olga das Boot International bilden. Zur Erklärung: Die 3 sind russischstämmige Amerikaner. Sie sind vor ca. 17 Jahren in die States gekommen.

Zack hat dann jedem Boot ein Guide zugewiesen. Wir habe Zack erwischt. Sollte sich als Glückfall erweisen, aber dazu gleich mehr.
Wer jetzt dachte, dass wir nun gemeinsam anpacken würden und die großen Boote gemeinsam zum Wasser tragen würden, der sah sich getäuscht. Die Guids haben jeder alleine ein Boot getragen und sind runter zum Wasser geflitzt.

Unten am Wasser gab es dann den ersten Schock. Das Wasser war arschkalt. Zack hat sich unser Boot geschnappt und uns erstmal ein paar kurze Einweisungen gegeben, dabei standen wir die ganze Zeit mit den Füßen im Wasser.

Insgesamt sind wir mit 7 Booten aufgebrochen. 3 davon wurden von uns besetzt.
Zack ist seit 4 Jahren Guide und dies war seine erste Fahrt dieses Jahr. Zack ist gleichzeitig auch der Leader der Guids und somit durften wir jeder gefährliche Stelle als erstes passieren.

Unsere große Gruppe wurde von 2 Kajaks begleitet. Die Jungs sind immer etwas voraus gefahrne und haben dann die Fotos gemacht.
Das erste Stück der Strecke war relativ ruhig. Zack erklärte uns die gängigen Schlagtechniken und Manöver.
Die schwierigen Stellen waren in Kategorien der Stufe 1-4 aufgeteilt. Ab Stufe 3 wurde dann von den Guides abgesichert. Mindestens 2 Boote haben vor den gefährlichen Stromschnellen angehalten und die Guides haben dann zu Fuss die Stelle umrundet und sich an entsprechenden Stellen hingestellt um bei Gefahr Sicherundsseile zu schmeißen. Wenn dann die ersten Boote durch waren, wurde getauscht, so dass nun auch diese Boote durchfahren konnten.
Bei der ersten 3er Katogorie ist ein komplettes Boot gekenntert. Alle bis auf den Guide haben Wasser geschluckt. Auf einem Foto, dass wir aber nicht gekauft haben, sieht man wie der Guide sich in diesem Moment schräg lacht. Wir konnten den Untergang direkt von nahem betrachten. Unser Boot war schon durch und wir mussten alle an Land, weil Zack nun sichern musste. Unser hämisches Gegröle begleitete die Gekennterten wieder ins Boot.

Die gesamte Fahrt führte durch eine breite Schlucht. Rechts und Links wurde der Fluss von Bäumen und hohen Klippen begleitet. Der Fluss ist sehr abgelegen und wird nur einmal zu Beginn von einer Straße gekreuzt.
Unter anderem wurde ein Film auf diesem Fluss gedreht. Der Name des Film lautet "Deliverence" . In dem Film wird wohl einen Gruppe von Raftern von Verrückten gejagt. Es war der Runninggag des Tages: "Wenn ihr ein Banjo hört, dann fangt an schneller zu paddeln. Ich muss mir den Film mal anschauen, damit ich da mitsprechen kann.

An einer Stelle konnte man dann von einem Felsen so ca. 3 Meter tief ins Wasser springen. Ich habe mich natürlich nicht 2 mal Bitten lassen. Rauf auf dem Felsen und ab ins in kühle Nass. Ich sage nur: "Kalt, aber geil".

Gegen Mittag haben wir an einem Wasserfall halt gemacht. Wir konnten bis zum Wasserfall direkt ran gehen. Das Wasser war noch kälter als das Flusswasser. Wir konnten sogar durch den Wasserfall laufen. Also komplett durch die ganze Breite. Wir mussten uns nur an den Felsen festkrallen und dem Guide folgen. Das hat nur ca. 30 Sekunden gedauert, aber ich bin vor kälte tausend Tode gestorben. Auf der anderen Seite konnten wir dann die Steine runter rutschen. Hat richtig Spass gemacht.

Bei den Booten gab es dann ein Lunch. Leckere Sandwiches zum selbst belegen und frisches Obst und Gemüse.

Dann ging es weiter. Es standen 5 gefährliche Stellen hintereinander an. Die 3. davon mussten wir sogar zu Fuss umrunden, weil sie zu schmal war und damit zu gefährlich. Dort wurden wieder ein paar Fotos gemacht.

Nachdem diese Passage überlebt wurde, ging es erstmal gemütlich weiter. Es sollte der Höhepunkt folgen. Ein 7 Fuss Wasserfall musste überwunden werden. Die letzten Fotos im Webalbum zeigen diese Passage.
Dahinter lage ein kleiner See, wo wir dann von einem anderen Boot geentert wurden. Besser gesagt die haben es versucht. Als sie nämlich zu uns rüber springen wollten, haben sich die Boote wieder von einander entfernt und sie sind im Wasser gelandet. Sie konnten sich nur noch an unserem Boot festhalten. Um ihnen eine Freude zu machen, haben wir uns von ihnen ins Wasser ziehen lassen.

Dann ging es noch ein Stück weiter. Es standen nur noch Stromschnellen der Stufe 1 und 2 auf dem Plan. An einem weiteren Felsen konnten wir ins Wasser springen. 3 mal habe ich mich aus ca. 4 Meter Höhe in die Fluten gestürzt. Nach ca. 15 Minuten haben wir dann einen See erreicht, wo schon ein Motorboot auf uns wartete. Alle Schlauchboote wurden gemeinsam vertaut und es ging dann ca. 30 Minuten über den See zur Ausstiegstelle.
Dort wartete schon der Bus auf uns. Es wurden nochmal Cookies und ein Getränk gereicht und schon ging die 30 minütige Fahrt zum Outpost zurück. Die Fahrt auf dem River war 7-8 Milen lang und dauert bis ca. 16 Uhr.
Im Outpost haben sich alle noch mit diversen Andenken eingedeckt. Ist das normal für Amerikaner? Dann wurden die Fotos vorgefürt. Gegen einen horenden Preis konnte man dies käuflich erwerben. Wir nahmen alle Fotos unserer Gruppe. Steve bekam 60 $ Rabatt, also will ich nicht wissen was wir dafür bezahlt haben.

Dann ging es zurück zum Chalet. Es wurde ein leckeres Abendessen gereicht. Es gab Burger, Schaschlik (eine russische Variante, Edgar hat es in Rotweinessig oder was auch immer eingelegt, nicht mein Fall) und anderes leckeres Zeug.

Später habe ich mit Ashley, Olgar, Edgar und Ilia Scrabbel gespielt. Wurde mit Abstand letzter, aber auch nur weil ich nur 1er Buchstaben hatte und nie ein Bonusfeld getroffen habe.

Dann habe ich nochmal 5 $ beim Pokern eingesetzt. Wir haben mit 8 Leuten gespielt. Ich habe eine extrem defensive Variante gespielt. Von meiner ersten Partie wusste ich noch, dass die immer sehr hoch bieten und sich gegenseitig zerstörten.
Wenn ich mal mitging, hatte ich leider immer Pech.
Einmal hatte ich AS und nen Bube. Mit dem Flop habe ich direkt noch ein AS getroffen. Meine Erhöhung um 200 hat Ilia mit 500 erhöht. Ich bin natürlich mitgegangen. Naja, am Ende habe ich mit 3 Assen gegen ein Full House verloren. Ich war praktisch pleite.
Erstmal habe ich 2 oder 3 Runde überhaput nicht gespielt und bin dann ALL IN gegangen. Meine zwischenzeitliche Glückssträhne began. Ich habe 3 ALL IN hintereinander gewonnen und konnte sogar den Steve vom Tisch nehmen. Dann habe ich leider einen großen Fehler begangen. Anstelle meine Glückssträhne weiter auszunutzen, habe ich wieder etwas defensiver spielen wollen. Ich hatte 7 und 8 suited und bin raus gegangen. Olga neben mir ist all in, weil sie kein Geld hatte und Ilia hat gecallt. Mit dem Flop hätte ich schon die 7 und 8 getroffen und ich hätte die Runde gewonnen und Ilia erheblich geschwächt.
Als nur noch 4 Mann am Tisch waren und Edgar auch nicht mehr viel Geld hatte, wollte ich ihn zu einem ALL IN locken, damit ich als 3.er wenigstens meinen Einsatz wieder zurück bekomme, aber Ilia ist mitgegangen. Mein AS, König gegen seine 4 und 7 suited. Was soll ich sagen, ich war Dealer und schon mit dem Flop traf er 3,5,6. Das Spiel war gelaufen, weil er Chipleader war.
Mein Einsatz war futsch und nun konnte ich ins Bett gehen.

Eine Sache ist dann doch noch passiert. Gegen 4.30 Uhr wurde ich von Regen geweckt. Im Halbschlaf dämmerte es mir, dass noch meine nassen Sachen vom Rafting auf dem Balkon hängen.
Also raus aus den Federn und Sachen reingeholt. Dabei war ich so laut, dass Jeff auch wach wurde. HäHä.


Rafting Wochenende 28.03.07 - 01.04.07

Rafting Wochenende Tag 2

Der neue Tag sollte erstmal mit einem typischen amerikanischen Frühstück beginnen. Es gab frischen gebratenen Speck, kleine gebratene Würstchen und Frikadellen. Dazu frische Waffeln, Sirup, Butter etc. Also lauter süßes Zeug. Die anderne haben sich auf ihre Waffeln Blaubeeren, irgendeine Creme und literweise Sirup gekippt. Ich habe mich mit Speck, Waffel ohne Schnick Schnack, Cafe und Erdbeeren zufrieden gegeben. Ashley wollte die Butter etwas auftauen und hat sie dann einfach mal für 36 Sekunden in die Mikrowelle getan. Was geschmolzen war hat sie sich einfach über ihre Waffel geschüttet. Diese Menge Butter verbrauche ich normalerweise in einer Woche.

Nach dem Frühstück sind wir zum Hiking gefahren. Zu deutsch heißt das Wandern. Auf amerikanisch: Ich fahre zu einer Sehenswürdigkeit hin, natürlich möglichst nah, um dann nur noch 15 Minuten wandern zu müssen.

Wir sind zu den Tallulah Falls gefahren. Das ist eine sehr große Schlucht in Norden von Georgia.
Haben uns dort im örtlichen Informationszentrum erstmal einen schönen Informationsfilm zur Schlucht angeschaut.
Dann sind wir dort etwas runtergewandert. Immer schön dem Weg folgend musst wir irgendwann ca. 300 Stufen runter steigen. Das Foto zeigt ungefähr die Hälfte des Weges.



Über eine Brücke, die schön wackelte wenn man gemeinsam rumsprang, ging es auf die andere Seite. Dort mussten wir wieder 300 Stufen rauf. So bekloppt wie bin, bin ich natürlich schön sportlich dort hoch geflitzen. Oben angekommen wollte mein Frühstück immer weiter laufen. Konnte ihm aber gut zureden, bitte dort zu bleiben wo es ist :-)

Immer schön den Weg folgend haben wir noch ein paar schöne Fotos machen können und sind dann wieder zurück zum Parkplatz gelaufen und sind zum nächsten Wasserfall gefahren.



Der Toccao Fall ist ein 90 Fuss Wasserfall oder im Meter sind es so ca. 45. Für einen Dollar Eintritt konnte man sich bis zum Wasserfall begeben.



Irgendwann in den 70 ern muss wohl oberhalb des Wasserfalles ein Damm gebrochen sein und das Wasser hat ein paar Menschen mit sich in den Tod gerissen.



Nach diese Besichtigung sind wir dann wieder zum Chalet (Blockhütte) gefahren. Natürlich rchtzeitig um etwas zu Essen zu ergattern. Es gab die Reste vom Vorabend. In der Zwischenzeit ist auch Steves Frau mit ihrem ca. 10 Monate alten Sohn angekommen.
Dann musste ich einen weiteren Kulturschock erfahren. Steve und seine Frau haben für ihren kleien Sohn eine DVD gekauft. Nennt sich HI5 und da singen 5 Bekloppte Teenager irgendwelche Kindersongs. Naja, sie sind jung und brauchen das Geld. Die Frage ist nur, wozu braucht ein 10 Monate alts Baby eine DVD und warum hat keiner die DVD ausgemacht, sondern alle auf den Bildschirm gestarrt? Als dann die DVD durchgelaufen war, sind wir dann mit Brian, Jeff und Ashley geflüchtet. Wir haben uns Antiquitäten angeschaut.

Am späten Nachmittag sind dann noch 3 weitere Personen angekommen.

Zum Abend haben wir Pasta Bolognese, Garlic Bread und überbackenes Chicken gegessen. Jummy, Jummy!!!

Der Abend wurde mit einer Runde "Catching Phrases" beendet. Hat eigentlich das gleiche Spielprinzip wie Tabu, nur ohne Wortbeschränkungen.

Dann ging es in den wohlverdienten Schönheitsschlaf.

Wenn man auf die Bilder klickt, kommt zum meinem Webalbum wo es noch mehr Bilder gibt.


Haus und Umgebung Rafting


Hiking beim Rafting

Donnerstag, 29. März 2007

Rafting Wochenende Tag 1

Heute Morgen wurde kurzfristig das Boating abgesagt. Leider ist es mit 16 Grad etwas zu kalt.

Dafür haben wir dann die freie Zeit genutzt unseren Wagen bei SEW abzuholen. Die Leute bei SEW sind alle sehr freundlich. Haben schon mehrere Personen kennen gelernt, unter anderem unseren Supervisor.

Der Wagen ist ein Ford. Für amerikanische Verhältnisse wohl nur ein Kleinwagen, aber ich finde ihn in Ordnung.

Wir werden gleich in die Berge aufbrechen. Für Samstag sind so ca. 30° angesagt.

Unsere erste Anlaufadresse war das Haus von Steve irgendwo in Greenville. Dort wurden weiter Vorräte für den Trip gelagert. Danach sind wir zu Ashley gefahren, sie ist Brians Freundin. Da es mittlerweile Mittag war, haben wir erstmal zu Mittag gegessen. "All you can eat" beim China Mann für US $5,75. Zum Essen haben erstmal alle kostenloses Swimming Pool Wasser bestellt. Das Leitungswasser ist hier in den Staaten mit etwas Chlor angereichert. Daher schmeckt das Wasser wie frisch aus dem Swimming Pool gezapft, aber es ist umsonst.

Danach ging es dann in die Berge. In der Nähe des kleinen Örtchens Dillard haben unsere Organisatoren 2 kleine Häuser gemietet. Brian, Ashley, Jeff, Richy und ich haben eines der Häuser bezogen.


Das Haus bestand unten aus einem Schlafzimmer, Bad, großer eingerichteter Küche und einem Wohnzimmer mit offenem Kamin.


Im Obergeschoss befand sich ein riesiger Schlafraum mit 4 Doppelbetten.


Im anderen Haus waren erstmal Steve, Mike, Edgar, Olga und Iliya.



Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Essen eingeleitet. Es gab Tortilias. Sehr lecker. Gemeinsam wurde dann noch Tabu gespielt. Hat sogar sehr gut geklappt. Mein Team hat natürlich gewonnen.
Danach stand dann eine Runde Poker auf dem Plan. Bin von 5 Leuten 3 geworden. 5 Dollar futsch.
Danach ging es ins Bett.